SONNE KANN KOMMEN!

Sommer, Sonne, Licht!

Langsam kommt der Sommer in unsere Region und die Sonnenbrillen werden ausgepackt. Gerade wenn die neue Saison beginnt, wünschen wir uns dann doch ab und an eine Neue. Die vielleicht mehr zu unserem Stil passt, oder die Alte ist definitiv kaputt. Wenn keins von Beidem der Fall ist, dann würde ich die alte Brille so lange nutzen und tragen, bis sie auseinander fällt, oder aber ihr verkauft sie weiter 😉

Aber wohin mit der gebrauchten Sonnenbrille, die vielleicht sogar mit Stärke ist? Ich hab da mal etwas im Internet gestöbert und tatsächlich, es gibt viele Möglichkeiten das Accessoire des letzten Sommers zu spenden oder loszuwerden. Es gibt auch Optiker, die die Brillen annehmen und an wohltätige Zwecke und Organisationen spenden. Daher, lieber vorher einmal nachschauen ob, wo und wie ihr die Brille los werdet, bevor ihr sie einfach in die Tonne kloppt. 😉

So, die alte Brille ist weg, der Platz is da für eine Neue. Aber woher bekommt ihr die, oder welche Marken gibt es, die sich um Nachhaltigkeit und faire Arbeitsbedingungen Gedanken machen und dafür sorgen, dass ihr euch das neue Teil guten Gewissens auf die Nase setzen könnt?

Ich finde es sehr wichtig, das habe ich jetzt in der Vergangenheit, und auch in den letzten Tagen, immer wieder gemerkt, dass ihr euch wirklich informiert. Wenn ihr auch im Sommer etwas für die Umwelt tun wollt, und es euch wichtig ist, woher eure Kleidung und Accessoires kommen, wie sie hergestellt werden und vor allem wer dieses Teil angefertigt hat, dann solltet ihr darauf achten, ob das gewählte Unternehmen auf diese Fragen auch Antworten gibt, sei es nun direkt auf deren Homepage oder auf Nachfrage.

Es gibt verschiedenste Hersteller, quer über die Welt verstreut, die sich der nachhaltigen Produktion von Sonnenbrillen und Accessoires verschrieben haben. Ihr findet sie in den verschiedenen Online-Shops (z. Bsp. im Avocadostore). Auch auf Utopia(.de) wurden schon einige Marken vorgestellt (HIER der Link zum Artikel).

Aber ich hab mich selbst auch umgesehen, und hier stelle ich euch mal ein paar der Marken vor, die ich persönlich sehr cool finde:


Kerbholz
Holz, Stein, Celluloseacetat, drei Materialien die dieses Label ausmachen. Die Gründer sind um die halbe Welt gereist, haben sich in Mexiko und anderen Ländern Zentralamerikas inspirieren lassen, und sind mit einer Idee zurückgekehrt. Und diese Idee hat sich mittlerweile zu einem kleinen standfesten Unternehmen entwickelt, dessen Philosophie auf dem nachhaltigen Umgang mit den ausgewählten Materialien basiert.

Kerbholz schreibt zum Thema Nachhaltigkeit (Zitat von der Homepage):
„Uns bei Kerbholz liegt es am Herzen, die Ressourcen, mit denen wir unsere Produkte herstellen, für zukünftige Generationen zu erhalten. Daher engagiert sich Kerbholz für den Umweltschutz und spendet mit jedem verkauften Produkt für Aufforstungsprojekte.“

Die Brillen
Zeitlos, elegant, modern. Und dennoch anders. Die Gläser von Carl Zeiss Vision, ausgeklügeltes und komfortables Tragesystem, ausgefeilt und langlebig. Jeder soll an seiner Brille auch lange Freude haben. Naturfarben, sowohl beim Holz, als auch beim Stein. Wieviel Dioptrin die Gläser haben können, steht bei der Beschreibung der einzelnen Brille. 


MONTREE
#noplastic. Brillen aus Bambus, „recycelte Verpackungskartons und plastikfreies Klebeband. Auch die Füllstoffe, große Holzspäne, für die Päckchen sind plastikfrei und ein „Abfallprodukt“ eines Fassherstellers hier aus Dresden„, so Philipp von MONTREE. Das junge Team macht sich Gedanken darum, wie sie die Welt plastikfreier gestalten können. Und uns zum Umdenken bringen.

Und für diese plastikfreie Welt spenden sie auch: „Für jeden Einkauf in unserem Shop spenden wir einen Baum bei „Plant-for-the-Planet“ – Wie kann der Kunde das nachprüfen? Wir kaufen für jeden Kunden einen individuellen Baumgutschein, den der Kunde selbst einlösen muss bzw. kann.“ Ich selbst kenne die Aktion „Plant-for-the-Planet“ und kann nur sagen, dass nicht genug Unternehmen und Marken da mitmachen können. Je mehr, desto besser.

Die Brillen
Das Material der Brillen: Bambus. Ein schnell nachwachsender Rohstoff, der sich sehr gut und umweltfreundlich verarbeiten lässt. Auch hier sind die Accessoires im zeitlosen Design, leicht, Allrounder. Und wer gern schwimmen geht, ein paar der Brillen schwimmen mit.

 


Coromandel

Die beiden Gründer schreiben ganz offen über ihre Philosophie und ihrem Traum, Coromandel, als Shop für nachhaltige, faire Eco-Fashion. Im Sommer 2012 haben sie das Label gegründet und setzen sich seitdem für ihre Idee ein. Die Welt zu einer besseren zu machen. Und dabei nicht das allgemeine Klischee der Ökoklamotten zu bedienen, sondern modern, jung, sportlich und trotzdem gemütlich zu erscheinen. Und das gelingt ihnen sehr gut. Alleine wenn ich einen Blick in Shop werfe, habe ich das Gefühl ich bin nicht in Deutschland sondern irgendwo am Strand mitten im Pazifik.

Die Brillen
Material der Brillen: Holz und Bambus. Und auch hier zeitlose Designs, warmes Holz. Auch bei Coromandel wird auf die Herkunft und den Anbau geachtet und daher nur bei Materialhändlern eingekauft, die ein FSC-Zertifikat besitzen. Denn, da haben beide recht, nur weils Holz is, heißts noch lange nicht, dass darauf geachtet wird, dass Tieren der Lebensraum nicht unter den Pfoten weggeklaut wird.


Papp Up
Aus einem Gag wurde ein Accessoire und Souvenir. Angefangen hat das Ganze mit einer Pappbrille, jetzt gibt es die leichten Brillen auch als Sonnenbrillen. Berlin, eine Stadt, in der im sonst recht konservativen Deutschland Alles möglich ist. Also warum nicht eine Marke daraus machen, die sich sehen lassen kann. Der Stil des Labels ist jung, anders, und trotzdem kommt auch hier die Liebe zum Detail nicht zu kurz. PAPP UP stellt die Brillen in einer eigenen Werkstatt in Berlin her, alles handgefertigt, in den Mosaik Werkstätten für Behinderte GmbH.

Die Brillen
Falls sich jemand fragt, „Brillen aus Pappe… Beim nächsten Regen sind die hin.“ 1. Im Regen trag ich selber selten ne Sonnenbrille und 2. sind die Brillen mit einem hautfreundlichen Holzöl behandelt, und somit wasserfest. Ein Gemisch aus Holz und Papier verleiht der Brille ihre Stabilität und Flexibilität. Damit das Nasenglas auch richtig sitzt, bringen Zugbänder, die vorne an der Brille und an den Bügeln befestigt sind, alles in Form und halten alles da, wo es hinsoll. Ein echter Hingucker. Es gibt 4 verschiedene Modelle, die sowohl in unterschiedlichen Farben und einer weiteren Version verfügbar sind, der Inside Out.


Einstoffen
Die Schweiz ist dafür bekannt, handwerklich qualitativ hochwertige Produkte herzustellen und das mit einer Hingabe, die sich in allem zeigt, das sie herstellen. Einstoffen, ist eine solche Marke. Und verbindet das Bild der rauen Berge mit der Lebensart des Urbanen. Drei junge Ostschweizer haben, wie eigentlich alle, die sich mit dem Thema der Nachhaltigkeit beschäftigen, eine Idee, und die entstand aus einem Gespräch mit einem Grafiker. 2008 wurde das Label gegründet, mittlerweile gehört Einstoffen zu den immer öfter genannten Marken, wenn es um Nachhaltigkeit geht.

Die Brillen
Mehr als 10 unterschiedliche Modelle, bei denen nicht nur etwas für Männer dabei ist, sondern auch welche in filigraner Optik für Frauen zu sehen sind. Holz, Bambus und Stein sorgen für den natürlichen Look der Brillen. Ja, richtig gelesen, Stein. Wer sich jetzt allerdings den schweren Granit auf der Nase vorstellt, liegt weit daneben. Wie genau sie das anstellen, wird auf der Homepage sehr gut beschrieben.


Gary Mash
Das Versprechen dieses Labels, Gary Mash ist zu 100% vegan. Den Gründerinnen ist es wichtig, dass keine tierischen Bestandteile in den Produkten verwendet werden. Dazu kommt, dass ausschließlich 100% Bio-Baumwolle verwendet wird, die fair und nachhaltig hergestellt wird, und das gilt für Alles, was Gary Mash herstellen lässt. Wie und wofür sich das Label engagiert könnt ihr auf deren Homepage nachlesen.

Die Brillen
Anders als bei den anderen Marken stellt Gary Mash keine eigenen Sonnenbrillen her, sondern vertreibt über den Online-Shop die Brillen von Antonio Verde. Was aber nicht schlimm ist. Die Brillen von A. Verde stehen denen der anderen Marken in Nichts nach. Fair und nachhaltig produziert, bestehen die Sonnengläser aus recycelten Computerteilen, Bambus und Edelstahl. Auch hier sind die Modelle eher zeitlos und passen zu jedem Kleidungsstil. Bei A.V. kommt ein bisschen mehr Farbe zum Einsatz, wahrscheinlich durch die Computerteile. Was dem Ganzen aber einen runden Look verschafft.

Fazit
Alles in Allem tut sich mächtig viel bei auch bei den fairen und nachhaltigen Accessoires. In der grünen Modebranche wird gewerkelt, entwickelt und entworfen was das Zeug hält. Und die Versprechen der Hersteller werden erfüllt, zumindest ist das meine Meinung. Die Sonnenbrillen der vorgestellten Marken, und auch die der Anderen, sind voll im Trend, sind zeitlos und schick, modern und gemütlich. Meine nächste Sonnenbrille wird definitiv von einer der Grünen Marken sein und mich dann hoffentlich mein Leben lang begleiten.

Schaut einfach mal in die Online-Shops oder den nächsten Store vor Ort.

Sonne is da, Brille auf die Nase! 🙂

eure Mel von Ich mach mal Grün

Schreibe einen Kommentar