DES KAISERS ALTE KLEIDER

Mehrere Wochen sind rum, die nächste Herbst- und Wintersaison ist da. Neue Klamotten müssen her. Kleiderkreisel, Kleinanzeigen und Flohmärkte sind mittlerweile meine erste Anlaufstelle für „neue“ Sachen. Klar, auch hier finde ich nicht immer alles was ich brauche, oder gerne hätte, aber das meiste. Pullis, T-Shirts, Hosen, Schuhe & Co. Die einzigen Sachen, die ich noch nicht auf Second Hand umgestellt hab, sind Unterwäsche und Socken. Aber die gibt’s meist zum Saisonwechsel auch reduziert in den Läden. Also auch hier etwas gespart und die Teile vorm Zerschroten gerettet.

Neu in meiner Lesezeichenliste ist auch die Seite Ubup. Die Seite ist ein Online-Shop, ins Leben gerufen von momox, eine Online Plattform, die gebrauchte Artikel ankauft. Ob Bücher, Filme, Musik, dort wird man die alten Sachen los. Seit einiger Zeit kauft momox allerdings auch Kleidung an. Das Verkaufen von Second Hand-Kleidung für jeden ist im Internet relativ neu. Zumindest im Style eines Online-Shops. Die Idee dahinter ist einfach genial. Für viele ist das Aussortieren alter Sachen einfach schon viel zu zeitaufwändig, und es kostet viel Zeit, die Sachen dann online zum Verkauf anzubieten. Auch ich hab‘ so manche Stücke, für die sich dieser Aufwand nicht lohnt.

Erst vor Kurzem war ich mal wieder in Frankfurt auf der Zeil. Und es fühlt sich für mich mittlerweile echt komisch an, durch die Läden, die ich eigentlich meiden will, zu gehen und durch die vollgepackten Regale und Klamottenständer, Tische und Schütten für reduzierte Waren zu „schlendern“. Eigentlich ist das das normalste der Welt, immerhin würde ich die Sachen ja nicht online, sondern im Laden kaufen. Aber irgendwie sträubt sich in mir alles diese neu produzierten Klamotten zu kaufen. Warum?

Weil jedes neu produzierte Teil einen riesigen Aufwand bedeutet. Ich stelle mal die Behauptung auf, dass wenn wir mal alle Kleidungsstücke zusammen zählen, die in unseren Schränken, Kommoden, Regalen und Kisten hängen und liegen, die wir nicht mehr anziehen, uns zu klein sind oder einfach nur gekauft wurden, weil wir das ja unbedingt brauchten, aber angezogen haben wir’s nie, dass wir mit all diesen Sachen mindestens die Hälfte der Menschen komplett neu ausstatten könnten, die sich neue Kleidung gar nicht leisten können. Und dabei habe ich die Sachen, die bei Caritas, dem Roten Kreuz & Co wahrscheinlich mehrere Räume füllen, noch nicht mal mitgezählt.

Viele Kleidungsstücke landen sogar unachtsam, oder absichtlich, auf dem Müll. Dabei sind viele davon noch fast wie neu. Natürlich gibt es in jeder Stadt diese Altkleidercontainer, aber oft kann ich mir selbst nicht sicher sein, wo meine Sachen landen. Daher kaufe ich mittlerweile nur noch das, was ich wirklich brauche. Miste das aus, was ich definitiv nicht mehr trage, und spende es dann an Organisationen, die diese Klamotten wirklich an die Menschen weitergibt, die sie brauchen. Oder verkaufe sie eben im Internet. An Unternehmen wie momox. Bei Facebook habe ich das zwar noch versucht, sollte ich aber vielleicht mal machen 😉

Zurück zum Thema Second-Hand Klamotten, Ubup, Kleiderkreisel & Co. Ubup ist einfach und genial. Entweder ich such direkt nach der Marke, und kann dann auswählen, was für eine Art Artikel ich suche, ob T-Shirt, Hose oder Jacke, oder ich geh direk tüber den Button „Damen“ und stöber‘ durch die Artikel, die mir von allen vorhandenen Marken gezeigt werden. Zwar hab ich noch keine Direktsuche gefunden, aber vielleicht kommt ja bald mal so eine Funktion. Ich kann nur sagen, es lohnt sich. Für die kälteren Tage hab ich mir von Dockers Stiefel bei Ubup gekauft….und zwar zum Bruchteil des Neupreises. Und die sind wirklich fast wie neu. Daumen hoch dafür!

Auch Kleiderkreisel gehört mittlerweile zu meinen Plattformen fürs Klamotten-Shoppen. Oder Facebook-Flohmärkte. Wie die beiden Seiten funktionieren, brauch‘ ich glaub ich nicht mehr erklären.

Aber was mich erfreut ist, dass es immer mehr Möglichkeiten gibt, an Second-Hand Klamotten ranzukommen. In vielen Städten schwinden die kleinen SH-Geschäfte und wenn ich mal in einen will, sind sie weit weg, oder haben sehr kurze Öffnungszeiten. Daher bin ich leider auf das Internet angewiesen. Aber immerhin.

Und ich werde damit weiter machen. Neue Klamotten wirklich nur dann, wenn es sich gar nicht mehr vermeiden lässt. Ansonsten reduzierte Waren, weil die werden über kurz oder lang weggeworfen.

Lasst euch inspirieren. Schaut doch einfach mal auf die Seiten. Kein Muss, aber ein Kann 😉

LG
Mel von ichmachmalgruen

3 Kommentare

  1. Du sprichst mir bei vielen deiner artikel direkt aus dem Herzen! Ganz toller blog by the way! P.S. liebe Grüße an conny 🙂

    1. Danke Dir 🙂 Genau das hoffe ich mit meinem Blog zu erreichen 😀 Und richte ich aus 😀

  2. Toller Artikel und du sprichst mir aus der Seele. Es muss nicht immer alles neu sein. Beim Secondhand kann man tolle Sachen finden und preislich Geld einsparen.

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